Klasse S

 
Klasse S (Exot III)
Alternativname Ultrariese I
Oberfläche dünn, bestehend aus gasförmigem Wasserstoff und Wasserstoffverbindungen; strahlt beträchtliche Hitze aus
Atmosphäre wechselt je nach Temperatur, Druck und Zusammensetzung; Wasserdampf kann vorhanden sein
Evolution / Lebensformen kein Leben möglich
Beschreibung

Klasse S Planeten haben einem Durmesser von 50 Millionen bis 120 Millionen Kilometer und eine hohe Kerntempatur, so dass sie Wärme und Licht abstrahlen. Sie sind die größten vorkommenden Planeten, da die meisten Planeten dieser Größe zur Sonne werden.

Die Atmosphäre ist von Planet zu Planet verschieden.

Sie sind oft extrem vulkanisch aktiv und bleiben es während ihrer ganzen Lebenszeit. Diese Planeten sind die größten, die es geben kann, denn eine höhere Masse würde genug Kernhitze erzeugen, um Fusionsreaktionen auszulösen. Dadurch würden die Planeten zu Sternen oder Sonnen werden. Leben tritt hier praktisch nie auf.

Beispiele der genannten Klasse
70 Virginis b

Mit knapp siebeneinhalb Jupitermassen ist 70 Virginis b einer der schwersten Planeten überhaupt, aber auch einer der vielversprechendsten. Seine Umlaufbahn liegt so nahe am Stern, dass flüssiges Wasser existieren kann, allerdings nicht auf dem Planeten selbst: Genau wie Jupiter dürfte er fast nur aus Wasserstoff und Helium bestehen. Außerdem wird es dort sehr heiß. Mit seiner höheren Masse ist der Planet wohl nicht viel größer als Jupiter und damit natürlich dichter, und die Reibung innerhalb der Atmosphäre wird ihn im roten und infraroten Bereich leicht glühen lassen. Überdeckt vom starken Licht seines Sterns wäre dieses Glühen jedoch nur auf der Nachtseite sichtbar. Heiß, ohne Wasser und feste Oberfläche ist 70 Virginis b äußerst lebensfeindlich. Aber genau wie Jupiter kann auch 70 Virginis b ein System von Monden besitzen und dort mag es ganz anders aussehen. Wegen der höheren Schwerkraft des Gasriesen wären seine Monde größer als die von Jupiter, und Trabanten so groß wie der Mars oder die Erde könnten ihn umkreisen.

Die inneren Monde, von den gewaltigen Gezeitenkräften und dem immensen Magnetfeld von 70 Virginis b strapaziert, würden dem Erdmond oder dem Merkur gleichen. Ihre kraterübersäte Oberfläche wäre absolut steril. Weiter draußen, vielleicht von eigenen Magnetfeldern geschützt, könnten durchaus terrestrische Welten liegen. Die schwersten besäßen dünne Atmosphären aus Stickstoff. Menschen könnten dort nicht leben, doch würde der Atmosphärendruck ausreichen, um Seen oder sogar Meere aus Wasser zu behalten. Erwärmt von der nahen Sonne, kann in solchen Gewässern die langsame biologische Evolution in Gang kommen.

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